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Kamerun

Seit zwölf Jahren besteht zwischen dem evang. Kirchenbezirk Konstanz und dem presbyterianischen
Kirchenbezirk Donga-Mantung im Nordwesten von Kamerun eine Partnerschaft. Einmal im Jahr wird ein
offizieller Bezirks-Kamerun-Sonntag gefeiert, in dem füreinander gebetet wird und die Kollekten für
Donga-Mantung bestimmt sind. Donga-Mantung ist ein sehr gebirgiger Landstrich. Hohe Berge
wechseln mit Hochmooren, aber auch tiefen Tälern - von angenehm kühlen Bergdörfern auf ca. 2.600 m
Höhe bis in schwül-heiße Flußtäler auf ca. 500 m. Wechselseitig finden alle zwei Jahre Besuche statt.
Im April 2004 war wieder eine sechsköpfige Delegation für drei Wochen in Donga-Mantung und kam mit
tiefgreifenden Eindrücken aus einer anderen Welt zurück. 




 

Die von vielen Gemeindegliedern gespendeten Gelder werden vielschichtig eingesetzt für
Kirchenerweiterungen und Reparaturen, hauptsächlich auch an Schulen. Größtes Projekt war der Bau
eines Gesundheitszentrums in Nkambe, dem Hauptort des Bezirks. Die Delegation brachte für diese
Gesundheitsstation hier gekaufte Babywaagen, Fachbücher für die Schwestern und sogar Nachttöpfe
mit. In Kamerun selbst wurde folgendes gekauft: ein Computer mit Drucker für das Büro des Sekretärs,
für das Gesundheitszentrum ein Mikroskop, ein Sterilisierapparat, ein Rollstuhl und Matratzen. Vor Ort
wurden Krankenbetten und abschließbare Schränke gebaut, wodurch einigen Menschen Arbeit
gegeben werden konnte. Seit August arbeitet im Gesundheitszentrum auch wieder eine Augenfachkraft,
die in Südafrika ausgebildet wurde und kleine Augenoperationen durchführen könnte, wenn die Geräte
dafür vorhanden wären, wofür ihnen noch das Geld fehlt - Augenentzündungen sind sehr verbreitet in
Donga-Mantung, bedingt durch den feinen Staub, die Hitze und den starken Qualm in den Kochhütten.
Die Entbindungsabteilung wird ebenfalls sehr gut angenommen. Was die im vergangenen Jahr in
Donga-Mantung begonnene HIV/AIDS-Kampagne betrifft, hat jede Gemeinde einen geschulten
Koordinator, der Christen und Nichtchristen für die Ausbreitung dieser Krankheit sensibilisieren soll.
Da viele Menschen aber noch eine Stigmatisierung fürchten, ist eine genaue Anzahl der Infizierten bzw.
bereits Erkrankten nicht zu erhalten. Der Kindergarten der presbyterianischen Kirche in Nkambe, der
aufgrund eines Vorschlags von Hannelore und Bernhard Bürgel aus Böhringen gebaut wurde, wird sehr
gut besucht. Es gibt zwei Gruppen mit 15 bzw. 16 Kindern. Der fehlende Anstrich bzw. noch einige
Tische und Stühle für die Kinder sollen durch eigene Kollekten finanziert werden. Geld ist sicher nicht
das Wichtigste in einer Partnerschaft, aber ohne Geld geht eben vieles nicht. Falls Sie Interesse haben,
etwas über das Leben unserer Partner zu erfahren oder eine Audio-CD für PC und DVD anzusehen
über den letztjährigen Delegationsbesuch in Kamerun, können Sie beides erhalten zum Preis von 2.50
Euro (Tagebuch einer unglaublichen Reise) bzw. Audio-CD 5.- Euro bei: Hannelore Bürgel, Tel./Fax
07732-4379. Sie ist ebenfalls gerne bereit, in Gemeindegruppen anhand einer Foto-CD über die
Kamerunbesuche zu berichten, die sie seit 2000 jedes Jahr mit ihrem Mann, außerhalb der offiziellen
Besuche, unternommen hat.